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Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Titel: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: slashCAM Administrator
vom: Fr 17 Feb, 2017 14:57  

<img>Warum wird ein Großteil aller High Budget Spielfilme mit einer ARRI Kamera produziert? Während unsereins an dieser Stelle schnell anfängt über die Bildqualität zu diskutieren, könnte der ausschlaggebende Grund für die Kamerawahl viel banaler sein…



Hier geht es zu Artikel auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Editorials: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Funless 
vom: Fr 17 Feb, 2017 15:33  

slashCAM hat folgendes geschrieben:
Einfach gesagt: Der Kostenvorteil einer günstigen Kamera kann nur bei günstigen und eher unkonventionellen Produktionen greifen. Aber dort ist der gewonnene Vorteil durch gesparte Kosten dann natürlich in der Regel auch ein relevanter Faktor, ob das Projekt überhaupt umgesetzt werden kann...


Oh jeee ... das wird der gute Herr iasi aber gar nicht gern lesen. Was habt Ihr da nur angerichtet? Nichtsdestotrotz in Anbetracht der Tatsache, dass es stimmt was Ihr da schreibt.

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: beiti 
vom: Fr 17 Feb, 2017 16:16  

Wenn die Kamera nur zehn Prozent einer Alexa kostet, ist das Zuverlässigkeitsargument schnell dahin; dann kann man ja einfach mehrere der Billig-Kameras nehmen und erzielt damit sogar einen Doppelnutzen (erhöhte Ausfallsicherheit und Möglichkeit des Multi-Kamera-Drehs).

Ich denke eher, dass die Wahl von Arri etwas zu tun hat mit Standardisierung: Viele Kameraleute sind mit dem jeweilgen Modell gut eingearbeitet und müssen, im Gegensatz zur Verwendung unbekannter Kameras, nicht jedesmal Testreihen und andere Vorab-Versuche machen, um die idealen Arbeitsabläufe zu finden. Außerdem gibt es eine Reihe von System-Vorteilen der Arris, die ja bewusst dafür konstruiert wurden, mit vorhandenem Zubehör aus der Zelluloid-Ära zu harmonieren. Bei älteren Kameraleuten kommt hinzu, dass die Umgewöhnung auf Digital-Arri wegen der starken Anlehnung an Film-Arris leichter war; die jüngere Generation, die mit HD-Video angefangen hat, mag das anders sehen, hat aber noch nicht so viel Einfluss.

Insgesamt kommen wohl viele Details im Ablauf einer Filmproduktion zusammen, die man als Außenstehender nicht überblickt, die aber durchaus entscheidend für die Wahl des Equipments sein können. Die Haftungsfrage bei Ausfall dürfte nur eine sehr untergeordnete Rolle (wenn überhaupt eine) spielen; selbst in Amerika ist es nicht so einfach, jemanden ohne guten Grund zu feuern.

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Bergspetzl 
vom: Fr 17 Feb, 2017 16:22  

Zitat:
. Alleine, dass du dir nachsagen lassen müsstest, dass das jetzt ist weil du sparen wolltest kostet dich deinen Job und wahrscheinlich deine Karriere. Und die hat viel Schweiß gekostet, wenn du auf der Ebene Entscheidungen treffen darfst.

Sollte eine Arri ausfallen, dann sagt jeder: Schicksal. Dann ist's halt so. Er hat eine Arri gemietet, mehr kann er nicht tun. Fällt die Usra aus....tja. Dann ist nicht die Kamera schuld sondern der, der sie angeschleppt hat. Die Folgen wären...und ab dem Punkt wirds eben unrealistisch, da noch einiges Wasser den Fluß herunter fließen wird, bevor das passiert.


Ich danke Slashcam dafür, dass sie aus meinem Statement zum Artikel "Kameras bei den Oscars 2017" einen eigenen Artikel verfasst haben.

:)




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: -paleface- 
vom: Fr 17 Feb, 2017 18:56  

beiti hat folgendes geschrieben:

Ich denke eher, dass die Wahl von Arri etwas zu tun hat mit Standardisierung: Viele Kameraleute sind mit dem jeweilgen Modell gut eingearbeitet und müssen, im Gegensatz zur Verwendung unbekannter Kameras, nicht jedesmal Testreihen und andere Vorab-Versuche machen, um die idealen Arbeitsabläufe zu finden.

Insgesamt kommen wohl viele Details im Ablauf einer Filmproduktion zusammen, die man als Außenstehender nicht überblickt, die aber durchaus entscheidend für die Wahl des Equipments sein können..


Dito.
Man muss ja erstmal begreifen was überhaupt vor so einem Dreh passiert.
Da werden Probedrehs gemacht von dem Schauspielerin.
Mit Make Up...dann wieder nur Kostüm.

Bei einer Arri weiß die Visa einfach wie die Hauttöne reagiere.
Ich hatte einmal einen Dreh wo die Visa gefeuert wurde weil der Schauspieler eine ungesunde Hautfarbe hatte.
Sie hatte auf RED geschminkt... gedreht wurde aber auf Sony.
Es wurde einfach versäumt einen Make-Up Test zu machen.

Klar kann man auch wieder einiges in der Post fixen. Aber kostet auch wieder Geld.

Daher.... bei den Arris weiß man was einen erwartet.
Man weiß wie das Bild reagiert. .... es gibt keine Überraschungen.

Und schlecht sieht es ja auch nicht aus.
Ist ja nicht so als ob es da was Mega viel geileres auf dem Markt gäbe.

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: DV_Chris 
vom: Fr 17 Feb, 2017 19:30  

Es fängt doch einmal damit an, dass eine Arri wirklich ein gutes Bild macht. Wird niemand bestreiten. Die Stabilität passt ebenso. Das Service Netzwerk ist weltweit bestens ausgebaut. Die Mehrzahl professioneller DPs und Assistenten kennen die Kameras. All' das ist für eine Produktion über Wochen (gar Monate) essentiell. Klar kann man eine Blackmagic oder GH4 als B- oder Crashcam nehmen. Aber das war es dann.



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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Darth Schneider 
vom: Fr 17 Feb, 2017 19:34  

Wo er recht hat er recht. Guter Artikel, Danke.



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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: schuh 
vom: Fr 17 Feb, 2017 19:48  

Dieser Test beantwortet die Frage:

nofilmschool.com/2017/02/shootout-arri-alexa-mini-vs-red-epic-w-helium


Ich drehe seit Jahren auf der Alexa und benutze immer wieder zusätzlich andere Kameras für spezielle Einstellungen.
Keine kann der Alexa das Wasser reichen, wenn es um Dynamikumfang und Farbtreue in den Lichtern und Schatten geht.
Und das ist der Schlüssel zu guten Hauttönen.




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: 7nic 
vom: Fr 17 Feb, 2017 20:21  

schuh hat folgendes geschrieben:
Dieser Test beantwortet die Frage:

nofilmschool.com/2017/02/shootout-arri-alexa-mini-vs-red-epic-w-helium


Ich drehe seit Jahren auf der Alexa und benutze immer wieder zusätzlich andere Kameras für spezielle Einstellungen.
Keine kann der Alexa das Wasser reichen, wenn es um Dynamikumfang und Farbtreue in den Lichtern und Schatten geht.
Und das ist der Schlüssel zu guten Hauttönen.


Dieser Test belegt gar nichts.

Die Alexa ist eine tolle Kamera, aber nur noch eine unter vielen.

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Peppermintpost 
vom: Fr 17 Feb, 2017 21:12  

der grossen vorteile die eine red gegenüber einer arri hat ist die auflösung und der preis. beides spielt aber bei spielfilmen und werbung keine rolle. alles was im kino läuft wird in der umgebung von hd produziert. meistens etwas breiter als hd in 2048 manchmal aber auch nicht. bei der werbung ist sowieso alles hd in der horizontalen manchmal kleiner in der höhe. also ist der auflösungsvorteil der red praktisch vollkommen egal. wenn ein drehtag in der region von 100.000 euro kostet, dann ist es auch relativ egal ob die kamera die geliehen wird 500euro/tag kostet oder 900euro/tag. das ist bei der kostenkalkulation einfach total egal. also beide vorteile der red sind im professionellen umfeld vollkommen bedeutungslos.

arri hat sich nunmal über jahrzehnte einen ruf aufgebaut immer und unter allen bedingungen zuverlässig zu sein, red ist eher auf der seite von an der grenze des technisch machbaren zu sein. ich glaube das jeder professionelle kameraman weiss das eine red funktioniert. das steht vollkommen ausser frage. aber wenn es um geschmack geht, dann finden die meisten eine arri halt einen hauch besser. das sind also nicht wirklich belegbare gründe sondern ein bauchgefühl. eine alexa sieht nunmal aus wie eine kamera, die kann ich auch benutzen ohne einen haufen krempel dran zu schrauben (man macht es natürlich dennoch, aber man könnte ja...) oder die menue führung bei der alexa (auch mini) ist einfach geil, weil es praktisch keine menues gibt, ich drücke den knopf für iso und dann drehe ich am regler. da ist kein menue. klar kann ich an der red auch die iso einstellen, und wenn ich das mehr als 2x gemacht hab stellt das auch keinen vor unlösbare probleme. es ist glaube ich nur das bauchgefühl was da den ausschlag gibt.

ist doch ähnlich mit mac vs pc. objektive besser/schlechter unterschiede zu finden ist ja nahezu unmöglich, dennoch ist im professionellen postpro umfeld der mac das dominierende produktionsgerät. es ist nunmal geschmachsache und ein bauchgefühl. ich würde das alles nicht überbewerten.

ich arbeite mit regisseuren/kameramännern die red geil finden und immer damit drehen und ich hab welche die lieber arri benutzen, mir ist beides recht. ich hab einen einzigen regisseur der arri geil findet, aber weil ich in der post bei schwierigen shots lieber red footage habe, die vfx geschichten dann auf red dreht. das footage blendet immer einwandfrei ineinander, da ist im look kein unterschied und ausgefallen ist eine red beim dreh auch noch nie, aber wenn ich nicht expliziet darum bitte dreht er halt immer mit der alexa. warum auch nicht? das ding ist ja eine tolle kamera.

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Starshine Pictures 
vom: Fr 17 Feb, 2017 23:30  

John Seale hat zum Release von Mad Max - Fury Road einen herrlichen Vortrag über die Dreharbeiten am Film gehalten. Zu Beginn beschreibt er recht süffisant wie es dazu kam dass man sich am Ende unendlicher Tests statt für eine aufwändige 3D Produktion mit irgendwelchen Selbstbau-Kameras um ausgemusterte Militärsensoren herum nun doch für einfaches 2D mit Alexas entschieden hat. Ungefähr so: "Was liegt bei Panavision an digitalen Kameras rum?" "Öhm, Alexas glaub ich." "Ok, dann nehmen wir Alexas."



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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Paralkar 
vom: Sa 18 Feb, 2017 04:04  

Hmm bin nicht so recht eurer Meinung,

Die Alexa hat bei Dynamic Range & Farbreproduktion noch immer die Nase vorne, vor allem vergleichbaren, das ganze ist definitiv ein sehr guter Grund, dann kommt natürlich hinzu das Sie ein sehr filmischen/analogen/homogenen Look hat. Klar mit dem Dragon kam auch ein solcher Stil bei Red, aber Arri war früher dran und hat damit früher Boden gut gemacht.

Bei Arri kannst du dich eigentlich meistens bis immer drauf verlassen das es läuft, wenn nicht grad der Sensor kaputt geht. Die läuft einfach, egal ob Temperatur, Sonne, Kälte, Spritzwasser, Eis etc.

Die Bauweise und Finesse der Ingenieure is ein klarer Lebensretter und ein Qualitätssiegel. Red zickt rum, es kann schneller zu Fehlern kommen, Temperatur kann ein Problem werden, Black Shading, Lautstärke etc., Sony hat ne grausame Menüführung und ein eher digitales Bild.

Bei Arri ist halt alles immer zu Ende gedacht, wo andere halt zwangsläufig Kompromisse eingehen. Sony & RED, Sensorcrop für höhere Framerates, jenseits der 100 fps etc.

Außerdem macht das Argument, die Zuschauer sehen sowieso kein Unterschied nur begrenzt Sinn, wofür dann allgemein diesen Fanatismus, bei Kameras & Optiken, Effekt Filtern etc., Color Grading. Qualität & Kunst is die Antwort, wofür Anamorph, könnte den Film auch sphärisch erzählen...., wir machen das aus dem Gedanken etwas besonderes zu schaffen und künstlerisch zu sein, außerdem wird mindestens subjektiv jeder Zuschauer von diesen Aspekten beeinflusst.

Reicht dir Open Gate nicht für die VFX aus?

PS: Ich sag nciht das RED zickt, nur weil es alle anderen sagen, sondern weil ich persönlich oft genug damit Probleme hatte & bis auf dem Helium auch sehr sehr häufig in Berührung mit allem von der Red One bis Dragon gekommen bin.




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: klusterdegenerierung 
vom: Sa 18 Feb, 2017 07:47  

-paleface- hat folgendes geschrieben:
Bei einer Arri weiß die Visa einfach wie die Hauttöne reagiere.
Ich hatte einmal einen Dreh wo die Visa gefeuert wurde weil der Schauspieler eine ungesunde Hautfarbe hatte.
Sie hatte auf RED geschminkt... gedreht wurde aber auf Sony.
Es wurde einfach versäumt einen Make-Up Test zu machen.

Daher.... bei den Arris weiß man was einen erwartet.
Man weiß wie das Bild reagiert. .... es gibt keine Überraschungen.


Verstehe, aber dabei geht es doch nur um eine durchgehend gleiche Produktionskette.
Hätte sie auf ne FS7 geschminkt und es wäre mit FS7 gedreht worden, wäre doch auch alles tutti gewesen!
Das hat doch nix mit Arri im speziellen zu tun.

Und ich hoffe den Typen der die Visa gefeuert hat, haben sie für seine Unkenntnis- erfahrenheit auch gefeuert!?




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Peppermintpost 
vom: Sa 18 Feb, 2017 08:07  

Paralkar hat folgendes geschrieben:

Reicht dir Open Gate nicht für die VFX aus?

es kommt darauf an was man macht. auflösung ist bei vfx nicht zwingend ein vorteil, und natürlich kann man auch auch jeden vfx shot aus einer alexa bearbeiten. also reichen tut es definitiv, da hast du recht. aber wenn du feine details keyen willst, dann sieht es besser aus wenn du ein z.b. 4k plate hast, da deinen key ziehst, und dann die ganze geschichte auf hd oder 2k runter skalierst, was immer deine zielgrösse ist. aber wie schon gesagt, mit einer alexa geht das natürlich auch, es ist nur so das es einfach aufwendiger ist um die gleiche qualität raus zu bekommen.


Paralkar hat folgendes geschrieben:

PS: Ich sag nciht das RED zickt, nur weil es alle anderen sagen, sondern weil ich persönlich oft genug damit Probleme hatte & bis auf dem Helium auch sehr sehr häufig in Berührung mit allem von der Red One bis Dragon gekommen bin.


das meine ich als ich gesagt habe red ist tendenziell an der grenze des machbaren. die red one war der grösste scheiss aller zeiten. das ding war mMn nur geeignet um studentenfilme zu produzieren wo man unendlich zeit hat, null kohle und die qualität am ende nicht die grösste rolle spielt. ganz ganz schlimme kamera. ABER. ohne die red one hätte es das globale umdenken von film zu digital nicht gegeben. ich war auf der NAB wo die red vorgestellt worden ist. da hat quasi die ganze messe, egal an welchem stand über die red gesprochen, weil das was die jungs da gezeigt haben so weit ausserhalt alles vorstellbarem lag. zu der zeit war eine sony dvw 970 das mass der dinge bei digitalen kameras, und die war sd und hat glaube ich das doppelte oder dreifache der red gekostet.

was den look angeht, bei gleichen objektiven und korrekter belichtung kannst du arri und red definitiv nicht unterscheiden. keine chance. da gehe ich auch jede wette ein. was anamorph angeht, das kannst du nicht vergleichen, ob es anamorph ist oder nicht sieht man auch ohne lensflair sofort sobald nur ein bissel bokeh da ist. das ist äpfel mit birnen vergleichen.

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: iasi 
vom: Sa 18 Feb, 2017 09:06  

Camerashootout2012
Wenn selbst die Profis kaum Unterschiede erkennen können, dann ist die erzielbare Bildqualität wohl nicht wirklich der Entscheidungsgrund.


Alexa ist bewährt. Man kennt sich damit aus.

Red kann man auch nehmen. Es gibt Leute, die eingearbeitet sind. Manche schwören auch auf den Formfaktor. Dann natürlich das Auflösungsargument.

...

Man verteidigt zudem immer das, womit man selbst arbeitet - schließlich hatte man sich dafür entschieden ... letztlich verteidigt man also nur seine eigene Entscheidung.




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: 7nic 
vom: Sa 18 Feb, 2017 10:24  

Ich kann da Torsten in jeder Hinsicht nur Recht geben. Für mich ist der ausschlaggebende Vorteil der Red das geniale REDRAW und die Auflösung. Und der Nachteil, dass man praktisch gezwungen ist auf reduser usw. aktiv zu sein, damit man auf dem Laufenden bleibt, und auch weiß wie die Produktpalette und die "Best Practices" aussehen. Es ist schon unglaublich was viele Neueinsteiger für Fehler machen, die man nach all der Zeit im Red-Universum gar nicht mehr nachvollziehen kann. Als die Helium frisch raus kam, hab ich fast jeden Tag mehrere Fragen von Erstkäufern beantwortet. Und auch jetzt ist vielen noch nicht wirklich klar, wie sie mit ihrer Red umgehen müssen. Wie etwa der aktuelle Alexa Mini - Helium-"Test" beweist. Als Produzent würde ich mich daher auch für eine Alexa entscheiden, solange aus der Kameraecke nicht klare Signale kämen, dass sie explizit auf einer Red drehen wollen, nur um wirklich sicher zu sein.
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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Paralkar 
vom: Sa 18 Feb, 2017 13:10  

Gut Raw geht ja mit Alexa auch, is halt nur aufwendiger aber seit der xt is das ja alles auch intern möglich.

Ich verstehe, interessant hab da auch schon das Gegenteil noch vor dem Helium Sensor gehört, Red is mehr Act im Compositing aufgrund des Looks, aber da glaub ich dir schon. Wie ist es da eigentlich mit Anamorph, hassen VFXler Anamorphoten (Randunschärfe, "Unscharf", Squeezefaktor)?

Ich würd euch da widersprechen, vielleicht nicht bei nem Testaufbau, aber defintiv in Filmen & Serien/ Werbungen kann man ne Alexa von Sony unterscheiden, bei nem Dragon wird es schwer, aber es ist machbar, trotz Color Grading etc.. Sicherlich nicht jedesmal, aber oft genug. Ich liege zu 80% richtig und wenn dann verhau ich es meistens bei 35 mm Analog und Alexa. Schon sehr nerdy....

Aber sei es drum, beide machen ein wirklich schönes Bild, das Problem ist, alles kleinere macht nur 8 oder 10 bit in 422, sprich gh4/5 Sony Fotokameras sind halt nicht umbedingt top um Probleme zu vermeiden und sich die Sicherheit in der Farbkorrektur zu holen. Die BM Kameras sind an nem richtigen Set ein Pain in the.... (abgesehen von Ursa), wegen der Bauform, Arbeitsweise etc., da setzt man natürlich lieber auf ne richtige Filmkamera, wenn es geht, zwecks Workflow, is ja auch ne Kostenfrage wie schnell man Arbeiten kann.

Und das Problem is halt selbst bei den anderen da, Sony, Menüführung is so beschissen, das es wirklich nervig werden kann. Varicam hat ich letztes jahr 2 bei Werbung dabei, die hatte einfach n Menüfreeze, wenn du den Feststrom abgezogen hast, auch wenn ein V-Mount zur Überbrückung dran hing. Bei Fahraufnahmen sehr sehr nervig. Sony FS7 nennt die Karten nicht automatisch in A001, A002 sondern Untiteled und selbst die Clips heißen dann A001C001, solang du nciht bei Karte 2 selbst im Menü einstellst das die neue Karte A002 ist.... RED spinnte beim Blackshading, es lief und lief und lief und hörte nciht auf, bis ich es abgebrochen hab nach 25 min, wo der Regieassi & Producer schon 10 mal zu mir kamen, wie schaut es aus, wurde schon aus dem Studiodreh verbannt weil sie zu laut war für ruhige Szenen, hat noch immer dieses dämliche Fat 32...

Kleine Probleme ja, aber das kann alles ein großes Problem werden etc.

Bei ner Alexa musste ich diese einmal abgeben, weil der Sensor langsam kaputt gegangen ist und das Fixed Pattern Noise über den Dreh massiv zugenommen hat & dann musste die Cam nochmal geupdatet werden, sonst hat ich noch nie ein Menüfreeze, Absturz etc.. 2 x Blacksun Effekt wenige Frames lang, einmal die SxS Karte kaputt. Sonst noch nie etwas.




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Peppermintpost 
vom: Sa 18 Feb, 2017 14:15  

Paralkar hat folgendes geschrieben:


Red is mehr Act im Compositing aufgrund des Looks, aber da glaub ich dir schon. Wie ist es da eigentlich mit Anamorph, hassen VFXler Anamorphoten (Randunschärfe, "Unscharf", Squeezefaktor)?



ne der look ist dir als comper ja total egal. du gibst ja immer genau das raus was du bekommen hast. wenn die farben vergurkt sind, dann gebe ich auch vergurkte farben zurück, soll sich dann der mit beschäftigen der die online oder das grading macht. im comp an den farben zu drehen ist im spielfilm total verboten und auch in der werbung ist man da nicht gut beraten das zu tuen.
selbst wenn ich an der flame sitze baue ich mein comp in einem batch auf den original farben, und dann mache ich in einem zweiten batch die farbkorrektur darüber. das ist ja alles bei 16bitfloat(flame) oder 32bitfloat(nuke) auch kein problem, da verliert man nix.

anamorph und comp ist so ein bissel typ abhängig. ich finde anamorph total geil, als ich an total recall gearbeitet habe bin ich zum ersten mal intensiv damit in berührung gekommen, und da traurigerweise keiner eine ahnung hatte wie das geht hab ich mich dann intensiv mit dem thema auseinander gesetzt. es gibt nur ein paar wenige dinge die sich von "normalem" compositing unterscheiden. ich nenne mal die 3 wichtigsten. anamorph hat nur die halbe auflösung, man muss also zwingend darauf achten nicht einen layer mit doppelter auflösung (z.b. CG) einzubauen, der wird sich niemals integrieren, das sieht immer falsch aus. geht natürlich auch anders rum, wenn man die darstellungsgrösse in squarepixel umwandelt, da ist dann holland in not. zweitens bokeh, das ist nicht mehr rund! bei schärfeverlagerungen kann das manchmal lästig werden. 3tens garnicht erst versuchen die flares zu erhalten, das geht nicht! kaputt machen und am ende neu drauf setzen. ich würde sagen das sind die wichtigsten dinge, beim tracken muss man natürlich auch aufpassen wegen der distortion und beim fringing aber das ist ja sowieso klar, das gilt für sphereisches comp genau so, wer mal was bearbeitet hat was mit cooke linsen gedreht wurde weis wovon ich spreche, aber da sind wir in deutschland durch die arri linsen natürlich verwöhnt.

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Paralkar 
vom: Sa 18 Feb, 2017 15:20  

Ne ich red jetzt nicht nur von Farben, das is ja Sache des Coloristen, sondern mehr Rauschen, Rolloff, Reproduktion von Licht, das is ja alles etwas was es schwerer macht es homogen in was anderes einzusetzen.

Interessant, du meinst halbe Auflösung wegen dem Squeezing oder was, stimmt ich hab noch darüber nachgedacht, wenn ich 2.8k 4:3 auf 2.39 x 1 squeeze, was passiert mit der Auflösung und den Pixeln, wie wird das umgesetzt, is das wie ein Downscal von der Pixeln her oder greifen da andere Berechnungen.

Aber was ist mit Randunschärfen, die ja selbst bei den besten Anamorphoten vorkommen? Is das nicht super nervig ein Hochhaus im Hintergrund einzusetzen und dann ne Unschärfe drüber zu rechnen damit es homogen aussieht, oder überhaupt irgendwas zu ändern entfernen mit so nem Bildfehler.

Das is ne sehr interessante Frage, was sagst du zu dem ganzen Vintage Linsen Ding im Moment? ich hab schon mit Coloristen geredet die meinten, es is langsam gut, was die DPs alles vor die Kameras schnallen macht uns Probleme, Wir wollen keine 20 Jahren alten Linsen mit Chromatischen Abberationen überall, unscharf und mit nem Charakter wo teils Infos flöten gehen, die sonst bei ner Master Prime am Sensor ankommt.

Is man da in der VFX lieber mit perfekt gerechneten Master Primes unterwegs und Cooke als Beispiel is zu verspielt und verträumt? (ich liebe die S4...:-D)




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Peppermintpost 
vom: Sa 18 Feb, 2017 16:07  

Paralkar hat folgendes geschrieben:
Ne ich red jetzt nicht nur von Farben, das is ja Sache des Coloristen, sondern mehr Rauschen, Rolloff, Reproduktion von Licht, das is ja alles etwas was es schwerer macht es homogen in was anderes einzusetzen.


ne der mx war oben herum noch etwas hart, aber seit dragon ist mMn gut, ich finde den dragon sensor unglaublich gut. was das rauschen angeht. ich hab vor ca 1 1/2 jahren einen spot bearbeitet der auf red nachts gedreht wurde und das war vom noise vollkommen clean. ist house of cards nicht auch mit red gedreht? da spielt doch auch sehr viel bei low light. das sieht doch alles super aus. auch finchers "gone girl" hat viele dunkele szenen, auch die sind clean. ich kann wirklich von der technischen qualität an der red nichts aussetzen, das einzige was eine kunden verarschung ist ist das die bei ihrer auflösung natürlich immer von pixeln auf dem sensor sprechen und nicht was wirklich ankommt. da muss man also immer ca. 30% abziehen, aber was das angeht ist arri inzwischen ja auch etwas im gagaland mit ihren angaben.

Paralkar hat folgendes geschrieben:

Interessant, du meinst halbe Auflösung wegen dem Squeezing oder was, stimmt ich hab noch darüber nachgedacht, wenn ich 2.8k 4:3 auf 2.39 x 1 squeeze, was passiert mit der Auflösung und den Pixeln, wie wird das umgesetzt, is das wie ein Downscal von der Pixeln her oder greifen da andere Berechnungen.


wenn du anamorph vor dem compositing scalierst begiebst du dich auf dünnes eis. wenn du sagen wir mal 3k mal 3k hast, und skalierst das dann auf 1920x800 (die werte stimmen nicht ist jetzt nur um mal ein gefühl zu bekommen) dann ist alles gut, die auflösung ist dann hoch genug. aber wenn du z.b. 1000x1000 hast was bei anamorph 2000x1000 ist und du machst daraus square pixel, dann hast du es versaut. der einzige weg sicher zu stellen das die auflösung aller layer die gleiche ist, die pixel deiner rushes so zu benutzen wie sie sind und nur die bildschirm darstellung an das seitenverhältniss anzupassen. also wenn du mit einem 2x anamorphoten drehst stellt du die pixel ratio im viewer auf 2:1, dein footage bleibt unangetastet. wenn du jetzt einen layer kleiner scalierst erhöhst du nicht die horizontale auflösung, weil deine kleinste einheit immer noch 1 pixel ist und der auch wenn er scaliert wird mit 2x horizontalem scaling dargestellt wird.

Paralkar hat folgendes geschrieben:

Aber was ist mit Randunschärfen, die ja selbst bei den besten Anamorphoten vorkommen? Is das nicht super nervig ein Hochhaus im Hintergrund einzusetzen und dann ne Unschärfe drüber zu rechnen damit es homogen aussieht, oder überhaupt irgendwas zu ändern entfernen mit so nem Bildfehler.


ja das ist super nervig, vor allem weil einfach ne unschärfe drüber rechnen nicht geht, es sei denn die ränder sind sowieso out of focus, dann ist das zwar grundsätzlich immer noch falsch, es fällt aber nicht mehr auf.
versuch mal einen schärfeverlauf auf eine harte kante zu rechnen, dann siehst du sofort wovon ich spreche.

Paralkar hat folgendes geschrieben:

Das is ne sehr interessante Frage, was sagst du zu dem ganzen Vintage Linsen Ding im Moment? ich hab schon mit Coloristen geredet die meinten, es is langsam gut, was die DPs alles vor die Kameras schnallen macht uns Probleme, Wir wollen keine 20 Jahren alten Linsen mit Chromatischen Abberationen überall, unscharf und mit nem Charakter wo teils Infos flöten gehen, die sonst bei ner Master Prime am Sensor ankommt.

Is man da in der VFX lieber mit perfekt gerechneten Master Primes unterwegs und Cooke als Beispiel is zu verspielt und verträumt? (ich liebe die S4...:-D)


ganz klar ja. arri master primes (und ultra primes) sind der hammer, die sind jeden pfennig wert. die cooke linsen von denen ich gesprochen hab sind ja auch vintage linsen, auch wenn die heute erst hergestellt sind. deren spruch ist sowas wie "seit 1900", die sollten daraus besser machen "genau so scheisse wie vor 100 jahren". aus post sicht finde ich das total kotzig und ich stimme da allen coloristen total zu. ich finde auch bei den neuen arri anamorphoten das die für die post besser sind. klar ist die kritik einiger, das die keinen anamorphotischem "look" mitbringen und zu clean sind berechtigt, aber ein bild kaputt zu machen ist nunmal leichter als es wirklich clean zu produzieren. aber viele kameramänner ticken nunmal so, damit muss man leben. es werden ja auch immer noch verlaufs filter verkauft die nunmal nicht nur den himmel dunkeler machen sondern auch die stirn vom darsteller. naja..... ist halt so :-0

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: iasi 
vom: Sa 18 Feb, 2017 16:49  

Da wird aber wieder ein Faß aufgemacht.

Master Primes sind ihr Geld also wert und drunter geht nichts. ;)

Letztlich sind auch so manche Fotolinsen unter 1000€ bei f4 ebenso gut, wie die teuren Master Primes.
Man sollte die Kirche schon auch im Dorf lassen.

Und wenn man weiß, dass z.B. ein Red MX unschön in den Lichtern sein kann, dann berücksichtigt man dies eben bei der Belichtung und schützt die Lichter.

Bei einer BMD 2.5k muss man eben den RS bedenken, aber sonst ist das auch eine Kamera, mit der man sehr gute FHD/2k-Ergebnisse bekommen kann.

Mittlerweile sind viele Kameras am Markt, die allemal sehr gute Ergebnisse für 2k liefern können, sofern man sie richtig zu nutzen weiß.
Es braucht keine Systeme mehr, die 100.000€ kosten - umgekehrt nutzen eben auch diese teuren Systeme viel zu oft nicht, gegen miese Ergebnisse.




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Peppermintpost 
vom: Sa 18 Feb, 2017 17:45  

iasi hat folgendes geschrieben:
Da wird aber wieder ein Faß aufgemacht.

Master Primes sind ihr Geld also wert und drunter geht nichts. ;)



das darunter nichts geht hab ich nicht geschrieben. wenn ich sage ein porsche turbo ist jeden cent wert dann hab ich damit nichts über einen vw golf gesagt

iasi hat folgendes geschrieben:

Letztlich sind auch so manche Fotolinsen unter 1000€ bei f4 ebenso gut, wie die teuren Master Primes.
Man sollte die Kirche schon auch im Dorf lassen.


zum einen stimmt das nicht, zum anderen ist das ja einer der tricks an einem master prime das sie nicht nur bei f4 funktionieren.
aber wenn du nur sagen willst das es 1000euro photo linsen gibt die extrem gut sind und die man beim ansehen auf netflix oder youtube nicht wirklich mit dem auge unterscheiden kann, dann stimme ich gerne zu. oben herum wird die luft natürlich immer dünner, das liegt ja in der natur der dinge.

iasi hat folgendes geschrieben:

Und wenn man weiß, dass z.B. ein Red MX unschön in den Lichtern sein kann, dann berücksichtigt man dies eben bei der Belichtung und schützt die Lichter.


klar, der mx hat mit leichter unterbelichtung besser ausgesehen, das ändert aber an seiner kennlinie grundsätzlich nichts. wenn du keine clipping highlights hast, dann ist der auch nicht harsch, stimmt, kann man aber natürlich nicht immer vermeiden, wenn du ein auto in der sonne filmst dann kannst du halt nicht so weit abblenden das da nichts mehr clipt.

iasi hat folgendes geschrieben:


Mittlerweile sind viele Kameras am Markt, die allemal sehr gute Ergebnisse für 2k liefern können, sofern man sie richtig zu nutzen weiß.
Es braucht keine Systeme mehr, die 100.000€ kosten - umgekehrt nutzen eben auch diese teuren Systeme viel zu oft nicht, gegen miese Ergebnisse.


da stimme ich dir 100%tig zu. eine ursa mini und ein paar leica r linsen kosten nichts und der vergleich zu einer red oder arri mit master primes, da wird es wirklich eng. da reden wir nur noch über die letzten paar prozent die natürlich unverhältnissmässig teuer sind und die kleinste unzulänglichkeit in der bedienung macht da natürlich sofort alle vorteile zu nichte. da bin ich total bei dir.

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: iasi 
vom: Sa 18 Feb, 2017 19:33  

Peppermintpost hat folgendes geschrieben:

iasi hat folgendes geschrieben:

Letztlich sind auch so manche Fotolinsen unter 1000€ bei f4 ebenso gut, wie die teuren Master Primes.
Man sollte die Kirche schon auch im Dorf lassen.


zum einen stimmt das nicht, zum anderen ist das ja einer der tricks an einem master prime das sie nicht nur bei f4 funktionieren.

nein und ja
bei f4 sind keine echten Unterschiede zwischen ordentlichen Objektiven zu erkennen.
und stimmt natürlich: die Master Prime sind schon bei Offenblende sehr gut - und das bei t1.3 - und dabei reichen sie von 14mm bis 150mm.
Wer auf t1.3 verzichten kann, muss aber eben auch nicht solch teure Objektive kaufen oder leihen.




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: 7nic 
vom: Sa 18 Feb, 2017 19:41  

Peppermintpost hat folgendes geschrieben:

iasi hat folgendes geschrieben:

Letztlich sind auch so manche Fotolinsen unter 1000€ bei f4 ebenso gut, wie die teuren Master Primes.
Man sollte die Kirche schon auch im Dorf lassen.


zum einen stimmt das nicht, zum anderen ist das ja einer der tricks an einem master prime das sie nicht nur bei f4 funktionieren.
aber wenn du nur sagen willst das es 1000euro photo linsen gibt die extrem gut sind und die man beim ansehen auf netflix oder youtube nicht wirklich mit dem auge unterscheiden kann, dann stimme ich gerne zu. oben herum wird die luft natürlich immer dünner, das liegt ja in der natur der dinge.

Unter 1000 Euro wohl eher nicht. Vielleicht in einzelnen Disziplinen, wie z.B. Auflösung, aber nicht als Gesamtpaket. Die Sigma-Art Reihe spielt da ganz oben mit. Aber wenns dann um CA, color matching oder focus breathing geht, ist recht schnell schluss.

Aber im über 1k-Bereich gibt es mit den Zeiss Milvus und noch viel mehr mit den Otus definitiv Fotooptiken, die auf Augenhöhe mit den Ultras und sogar Master Primes liegen.

Aber wieso sollte man sich das antun? Das Handling und die Robustheit sind beim Arbeiten mindestens so wichtig wie die optische Qualität der Objektive.

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: iasi 
vom: Sa 18 Feb, 2017 19:58  

7nic hat folgendes geschrieben:
Peppermintpost hat folgendes geschrieben:

iasi hat folgendes geschrieben:

Letztlich sind auch so manche Fotolinsen unter 1000€ bei f4 ebenso gut, wie die teuren Master Primes.
Man sollte die Kirche schon auch im Dorf lassen.


zum einen stimmt das nicht, zum anderen ist das ja einer der tricks an einem master prime das sie nicht nur bei f4 funktionieren.
aber wenn du nur sagen willst das es 1000euro photo linsen gibt die extrem gut sind und die man beim ansehen auf netflix oder youtube nicht wirklich mit dem auge unterscheiden kann, dann stimme ich gerne zu. oben herum wird die luft natürlich immer dünner, das liegt ja in der natur der dinge.

Unter 1000 Euro wohl eher nicht. Vielleicht in einzelnen Disziplinen, wie z.B. Auflösung, aber nicht als Gesamtpaket. Die Sigma-Art Reihe spielt da ganz oben mit. Aber wenns dann um CA, color matching oder focus breathing geht, ist recht schnell schluss.

Aber im über 1k-Bereich gibt es mit den Zeiss Milvus und noch viel mehr mit den Otus definitiv Fotooptiken, die auf Augenhöhe mit den Ultras und sogar Master Primes liegen.

Aber wieso sollte man sich das antun? Das Handling und die Robustheit sind beim Arbeiten mindestens so wichtig wie die optische Qualität der Objektive.


Handling? :)
Na - gerade deshalb sind mir doch Fotoobjektive so symphatisch ... leicht und klein ... robust sind auch Fotoobjektive - schließlich arbeiten ja Fotografen auch damit - oder sind Filmleute derart grob und unbehändt? ;)

Das Sigma 50/1.4 ist sehr gut
auch das Samyang 135 t2.2
... nur um 2 Beispiele unterhalb von 1k€ zu nennen.
Die haben auch kein Problem mit CA.
Color matching ist mir in Zeiten von Chart-Funktionen in Resolve o.ähnl. nicht wichtig.
focus breathing ... da muss man eventuell wirklich kompromisbereit sein. :)




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: 7nic 
vom: Sa 18 Feb, 2017 20:10  

iasi hat folgendes geschrieben:


Handling? :)
Na - gerade deshalb sind mir doch Fotoobjektive so symphatisch ... leicht und klein ... robust sind auch Fotoobjektive - schließlich arbeiten ja Fotografen auch damit - oder sind Filmleute derart grob und unbehändt? ;)


Kurzer Fokusweg, keine Zahnkränze, keine einheitliche Länge, kein einheitlicher Durchmesser, nicht einheitliche Blenden- und Fokusringpositionen...

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: mash_gh4 
vom: Sa 18 Feb, 2017 20:44  

7nic hat folgendes geschrieben:
Kurzer Fokusweg, keine Zahnkränze, keine einheitliche Länge, kein einheitlicher Durchmesser, nicht einheitliche Blenden- und Fokusringpositionen...


"breathing" wäre vielleicht auch noch ein ganz wesentlicher aspekt, der beim fotografieren einfach keine rolle spielt, dagegen aber eine ganz wesentliche qualität von guten filmoptiken darstellt. spätestens dort zeigt sich dann auch der unterschied zwischen objektiven, die einfach nur äußerlich für diese andere verwendungsweise adaptiert wurden, oder eben von grund auf für diese andersartigen anforderungen entwickelt und optimiert wurden.




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: iasi 
vom: Sa 18 Feb, 2017 21:01  

AF Motoren, die sich steuern lassen.

Leider geht es in diese Richtung noch zu zögerlich.

Aber typisch, dass gerade die "Profis" oft sehr konservativ gegenüber neuen Techniken eingestellt sind.

Auch Stabi-Systeme finden sich noch immer nicht in Cine-Objektiven.




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: Paralkar 
vom: Sa 18 Feb, 2017 21:09  

Wie schon oben gesagt, selbst Leica Summilux oder Cooke, hawk sind technisch nicht so perfekt gerechnet wie die Master Primes.

Die sind halt technisch so hochwertig wie machbar, für ein solchen Preis, ob Chromatische Abberation, Verzeichnung, Verzerrung, Randunschärfen etc.

Das sowas deutlich cooler für die Comper ist kann ich mir vorstellen, weil Sie nciht die ganze Zeit gegen technische Mängel kämpfen müssen, die viele als Charakter einer Linse bezeichnen (und auch ich mich dem nciht ganz entziehen kann)

Bildlich mag ich andere Optiken auch mehr, weil die MP halt so sau scharf und fehlerfrei sind, aber bei nem großen VFX Film kann das sicherlich n Grund sein, sowas zu nehmen.

Fotoptiken sind auch wieder was ganz anderes und bei nem ganz großen Film können die ja auch an Optiken einpacken was Sie wollen.

Aber sehr interessant das mit deinen Aussagen, ich frag mich immer bei sowas wie Rogue One, wie sehr Comper abkotzen, das an der Alexa 65 so uralte Pana Ultras dranhängen, die technisch gesehen einfach nichtmehr auf dem Level von heutzutage sein können

Naja genau das würde ich so nicht sagen, mehr Elektronik und mehr kann kaputt gehen, außerdem wird der Platz in den meist sowieso schon großen Optiken durch n Bildstabi noch weniger,

Das kann auch alles technische Gründe haben und letzteres will doch keiner bei nem Kinofilm ein Bildstabi drin haben, wo man nicht weiß was passiert oder wie er reagiert, auch n Autofokus is im Filmbereich bei normalen Produktionen überflüssig, dafür gibt es ein Focus Puller. Bei ner Doku is das was ganz anderes. Ich würd keinesfalls sagen, die Menschen sind zu konservativ, vielmehr bei solchen Großprojekten setzt man halt auf Arbeitsgeräte, die laufen und versucht Fehlerquellen zu vermeiden.




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: 7nic 
vom: Sa 18 Feb, 2017 21:20  

mash_gh4 hat folgendes geschrieben:
7nic hat folgendes geschrieben:
Kurzer Fokusweg, keine Zahnkränze, keine einheitliche Länge, kein einheitlicher Durchmesser, nicht einheitliche Blenden- und Fokusringpositionen...


"breathing" wäre vielleicht auch noch ein ganz wesentlicher aspekt, der beim fotografieren einfach keine rolle spielt, dagegen aber eine ganz wesentliche qualität von guten filmoptiken darstellt. spätestens dort zeigt sich dann auch der unterschied zwischen objektiven, die einfach nur äußerlich für diese andere verwendungsweise adaptiert wurden, oder eben von grund auf für diese andersartigen anforderungen entwickelt und optimiert wurden.


Das habe ich einen Beitrag weiter oben schon erwähnt.

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: iasi 
vom: Sa 18 Feb, 2017 21:26  

Paralkar hat folgendes geschrieben:
Wie schon oben gesagt, selbst Leica Summilux oder Cooke, hawk sind technisch nicht so perfekt gerechnet wie die Master Primes.



Ich sag ja nichts gegen die MP - aber für den Preis müssen sie schließlich auch was bieten.

Aber wie schon gesagt:
Bei t2.8 hast du eh keinen erkennbaren Unterschied mehr.
http://www.reduser.net/forum/showthread.php?94289-SALT-III-High-Speed-Lens-Shootout-quot-WFO-quot-Results




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: iasi 
vom: Sa 18 Feb, 2017 21:38  

Paralkar hat folgendes geschrieben:


Naja genau das würde ich so nicht sagen, mehr Elektronik und mehr kann kaputt gehen, außerdem wird der Platz in den meist sowieso schon großen Optiken durch n Bildstabi noch weniger,

Das kann auch alles technische Gründe haben und letzteres will doch keiner bei nem Kinofilm ein Bildstabi drin haben, wo man nicht weiß was passiert oder wie er reagiert, auch n Autofokus is im Filmbereich bei normalen Produktionen überflüssig, dafür gibt es ein Focus Puller. Bei ner Doku is das was ganz anderes. Ich würd keinesfalls sagen, die Menschen sind zu konservativ, vielmehr bei solchen Großprojekten setzt man halt auf Arbeitsgeräte, die laufen und versucht Fehlerquellen zu vermeiden.


na ja - also genau dies sind die Argumente derer, die sich gegen technische Entwicklungen wehren.
Ein IS ist auch bei einem Kinofilm hilfreich.

Und die kabellose Fokussteuerung hast du doch schon längst. Nur dass die Motoren von außen ans Cine-Objektiv angeflanscht sind - dies hat doch vor allem Nachteile.
Sind die Motoren für die Fokussteuerung innen, so ist das eine abgestimmte, ordentliche Lösung - die vor allem eben Fehlerquellen reduziert.

Gerade die Cine-Kameras mit EF-Anschlüssen unterstützen doch schon längst IS und die AF-Motoren-Ansteuerung (nicht zu verwechseln mit AF)




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: mash_gh4 
vom: Sa 18 Feb, 2017 22:16  

iasi hat folgendes geschrieben:
na ja - also genau dies sind die Argumente derer, die sich gegen technische Entwicklungen wehren.


naja -- man muss halt immer die vor und nachteile gegeneinander abwägen.

z.b. ist es für die elektronische fokusierung tlw. durchaus vorteilhaft, wenn objektive gar nicht optisch perfekt sind, sondern klar vorgegebene CAs aufweisen, die beim automatischen fokusieren mitbenutzt werden können, um an hand der farbsäume zu errechnen, in welche richtung nachjustiert werden muss. die CAs selbst lassen sich dann in der weiteren bildaufbereitung ohnehin sehr einfach wieder rausrechnen. die nötigen daten können ja ohnedies direkt aus dem objektiv elektronisch eingelesen werden. für's fotografieren und einfache systemkameras ist das eine tolle geschichte, aber natürlich entspricht es nicht jener bestechenden einfachheit, wie man sie von richtig teurem und langlebigem equipment erwartet, das man notfalls einfach mechnanisch umbaut, um es an völlig andere kameras zu adaptieren.

und auch bzgl. der sinnhaftigkeit von elektr. follow focus lösungen sehe ich das ganz ähnlich. wenn wenigstens vernünftig ausgeschöpft würde, was sich diesbezüglich bereits jetzt an verhältnismäßig einfachen technischen möglichkeiten bietet, bräuchten wir ohnehin nicht lange jammern. es würden einfache mehrere schienen von konkurruerenden ansätzen parallell existieren, zwischen denen man sich dann einfach die passendste lösung für den jeweiligen anwendungsfall wählt. im augenblick ist das aber leider oft nicht ganz so einfach, weil die kluft zw. tatsächlich brauchbaren professionellen lösungen und verspielten freizeitequipment oft geradezu absurd weit auseinander klafft.




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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: 7nic 
vom: Sa 18 Feb, 2017 22:39  

Nenne mir ein sinnvolles Einsatzgebiet für einen IS bei einem ernsthaften Filmdreh. Mir fällt keiner ein.

Integrierte Motoren in Cine-Optiken gibt es z.B. bei den Panavision Primo 70. Bei dem reinen Mietmodell von Panavision finde ich das in Ordnung - da hast du direkt den Hersteller, der das Teil durchgehend wartet. Aber für kleinere Filmgeräteverleiher oder Produktionsfirmen ist das letztlich nur ein Teil mehr, der an der Optik kaputt gehen kann, den ich dann nicht innerhalb von Sekunden austausche, im Gegensatz zu einem externen Fokusmotor.

Wieso ein externer Fokusmotor ein Nachteil sein sollte, weiß ich auch nicht. Bisher hatte ich damit noch keine Probleme.

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Titel: Re: Die passende Kamera - Eine Frage der Risikobewertung?
Autor: mash_gh4 
vom: Sa 18 Feb, 2017 22:52  

7nic hat folgendes geschrieben:
Nenne mir ein sinnvolles Einsatzgebiet für einen IS bei einem ernsthaften Filmdreh. Mir fällt keiner ein.


im wesentlichen geb ich dir das schon recht -- zumindest wenn es um inszenierte zusammenhänge geht. trotzdem würde ich diese einschätzung zumindest dahingehend relativieren, dass es vermutlich nichts gibt, was auch im professionellen umfeld dann plötzlich wieder von irgendjemanden mit größtem nachdruck für einen speziellen anwendungsfall eingefordert wird. ;)




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